Blog von Marc Hinse, Webdesigner und Webentwickler aus Karlsruhe.

made my day.every day.

Alarm im August. Alles neu. Rockstar. Ninja.

Es wurde Zeit. Twitter ist in, Blogs sind out. Also muss man Innovator spielen und sein Blog neu aufsetzen. Abgesehen von der optischen Notwendigkeit des doch sehr altschuligen letzten Designs gibt es auch Technologien, die ausprobiert werden wollen: HTML5, MODx Revolution und nicht zu vergessen Turbine, der CSS-Parser von Peter Kröner und Christan "derSchepp" Schaefer. Ein bisschen font-face hier, weniger JQuery dort, es hat einfach wieder gejuckt. Ach ja, die Headline heißt nur so, weil es gut aussieht. Ich bin natürlich nichts dergleichen. Der Code ist natürlich nie wirklich fertig und es gibt hier auch noch einige Baustellen. Ich experimentiere hier gerade mit einer Layout-Erweiterung für Turbine, die bisher gut funktioniert. Allerdings - und das kommt dann in einem anderen Artikel - ist die Frage, ob prozentuale Spalten/Boxen-Angaben so sinnvoll sind. Zuerst aber ein bisschen was zu MODx.
revo screenshot

MODx Revolution

Die neue Generation des besten CMS der Welt ist seit wenigen Wochen als Public Launch erhältlich und natürlich wird diesen Blog damit betrieben. Natürlich bin ich voreingenommen, schließlich nutze ich seit fast 5 Jahren nichts anderes als MODx. Aber ich bin so ehrlich und kann auch ohne rosarote Brille sagen: Da wächst etwas großes heran. Der reine MVC-Ansatz, die komplett neue oo-API, die verbesserte Skalierung... alles wunderbar und sicherlich zukunftssicher. Doch wie bei jeder Open Source Software generell und vor allem jedem "neuen" System gibt es auch Kinderkrankheiten.

Licht und Schatten

Ich habe für diesen Blog bisher wenig gebraucht. Und selbst bei einigen Standarderweiterungen wie getResources bin ich verzweifelt. Aber vor allem, weil die Namenskonventionen eben nicht an Ditto angelehnt sind (z.B. zeigt &showHidden=`1` eben nicht die unveröffentlichten Ressourcen, sondern diejenigen, die nicht im Menü angezeigt werden). Oder weil es eben noch ein paar Bugs gibt, wie nicht enden wollende "speichere..."-Anzeigen. Das nervt natürlich, aber ist in der Entwicklerversion schon gefixt. Da nur ich das System bediene, bin ich auch nicht sonderlich anspruchsvoll was die Usability angeht, jedoch sehe ich es auch immer mit den Augen meiner Kunden. Das Interface ist definitiv schicker, keine Frage. Dass es träger arbeitet, ist dem heftigen Einsatz des doch "fetten" .extJS-Frameworks geschuldet, aber mit immer schnelleren JS-Engines der Browser und der für Ende des Jahres angekündigten neuen Version von .extJS auch kein Showstopper. Außerdem wird nachgefragt, teilt einfach Eure Wünsche mit, die Entwickler haben immer ein offenes Ohr.

Vorwärts schauen

Das Problem meiner Meinung ist recht einfach ausgemacht: Die Leute sind verwöhnt von MODx Evolution. Das ursprünglich als Fork vom CMS Etomite gestartete - und im Kern fast unveränderte - Projekt hat 6 Jahre auf dem Buckel, hat sich immer weiter und so zu einer Perle auf dem CMS-Markt entwickelt. Trotz des hohen Alters ist Evo immer noch schlank, schnell und flexibel. Die Erwartungshaltung war also groß was Revo anging und wurde auf den ersten Blick enttäuscht. Kaum Erweiterungen, langsamer (im Backend!), kein Fontend-Editing, kein adäquater Ditto-Ersatz usw. Dass unter der Haube ein ausgereiftes und modernes PHP5 Application-Framework am Werkeln ist, bemerken die wenigsten. Ist ja auch uninteressant für die Meisten, was absolut richtig ist. Nur hier ist die Frage nach Henne und Ei klar: Henne = ausgereiftes, modernes Framework, Ei = gut programmierte, moderne Erweiterungen. Die Henne ist erwachsen, es gibt nur noch nicht genug Eier. Und wir brauchen Eier (Ihr habt es geahnt, schließlich bin ich Karlsruher).

Ausblick

Ganz ehrlich? Bin völlig entspannt. Wenn nicht nur ich, sondern auch der Kröner weiterhin vom besten CMS der Welt spricht, ist da auch was dran. Und Evo wird weiter gepflegt, keine Sorge! Hier wird es sicher keine großen Feature-Änderungen geben, warum auch. Es gibt für jedes Problem auch eine Lösung, ein Plugin oder eine hilfsbereite Community. Und wenn es individueller, größer und skalierbarer werden soll, ja Herrgottnochmal, dann setzt Euch auf Euern Arsch und entwickelt es selbst in Revo. Mitmachgesellschaft und so, wisstschon.

Niemand liest lange Texte im Internet

Ach, Ihr seid noch da? Okay, die MODx-Ausführungen waren jetzt länger als geplant. Interessiert bestimmt auch nicht so arg viele. Aber man muss einen Blog auch füllen. Es gibt aber sicher zu den verwendeten Werkzeugen eigene Einträge. Ich mein, Ihr könnt ja gar nicht wissen, wie geil zum Beispiel das CSS-Framework Turbine ist. Schon wieder den Peter verlinkt. Jaja, ich Fanboy. Aber lacht nicht, wir gründen demnächst bestimmt eine Gewerkschaft.

screen Turbine

Das Design und Browserkompatibilität

Das Design ist sicher Geschmacksache. Voll unruhig und so komisch anders. Genau. Anders. Das ist eine Spielwiese und wie schon mein Portfolio eine Case-Study. Nachdem das Portfolio überraschend gut ankam, sollte der Blog auch nicht gerade ein Standard-WordPress-Template erhalten. Ich nutze ja auch kein WordPress. Und da ich die font-face-Geschichte bisher nicht wirklich getestet habe... wisstschon. Im IE habe ich es bisher auch nicht angeschaut, und bis das hier live geht, bleibt es dabei. Mir echt wurschd, denn so kann ich Zeug testen, ohne auf 30-60% Ignoranten Rücksicht nehmen zu müssen. Im 9er wird ja eh alles anders. Irgendwann. Ach ja, noch was: Verkleinert/vergrößert mal Euer Browerfenster. Noch lange nicht ausgereift und nicht für jeden Artikel perfekt umgesetzt, aber... eben.

Nach oben