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Movies: Kritik Bridget Jones 2

Okay okay, es ist ein Frauenfilm. Aber manchmal schau ich mir auch mal sowas an. Und weiß dann auch auch gleich wieder warum ich das nicht mehr tun wollte. Vor drei Jahren begeisterte eine moppelige Schokolade fressende Engländerin die Zielgruppe der Minderwertigkeitskomplex-behafteten Weibern. Also alle. Was damals witzig war, kann heute nicht schlecht sein, also hauen wir mal wieder eine Fortsetzung raus, die Millionen werden schon fließen. Nach zwei Stunden des unsäglichem Mists befinde ich mich - und nicht Bridget Jones - am Rande des Wahnsinns.

Gehen wir mal umgekehrt vor: Statt einen Film sich meine sechs Armlehen verdienen zu lassen, geben wir dem Schokofrühstück-Sequel von Anfang an sechs mit der Chance auf Verteidigung. Und kommen wir gleich zum Ergebnis: Der Film erhält von mir aus Mitleid genau eine! Abzug gibt es für:

  1. Der Film spielt sechs Wochen nach dem Ende des letzten. Warum muss dann Renee Zellweger gleich sehr viel fetter, gleich sehr viel glänzender (im Sinne von Fett, nicht von schauspielerischer Güte) und vor allem gleich sehr viel nerviger sein?

  2. Ganz klar Abzug gibt es für den fürchterlichen Versuch von Engländern, die Skifahr-Szene aus Dumm und Dümmer abzukupfern, und das noch peinlicher und nicht einmal unfreiwillig komisch. Dieses Konglomerat an schlechten Skifahr-Witzen (geklaut auch bei diesen französischen Nonsens-Klamotten der Siebziger) geht zwar nur knapp zehn Minuten, aber ich musste wirklich fast kotzen.

  3. Für den jämmerlichen Versuch, eine Art Slapstick zu imitieren (von selbst erfinden brauchen wir gar nicht zu reden), gehört den Autoren mal richtig er Hintern versohlt. Selten habe ich so oft so ungläubig dreingeschaut bei einem Film. Aber auch meine Freundin pflichtet mir bei: Voll daneben. Es_ist_einfach_nicht_witzig.

  4. Dieses sehr glaubwürdige Verwechslungsspiel in Thailand (kurz dazu: Sie kriegt Koks untergejubelt, wird am Flughafen verhaftet...blabla) mit dem anschließenden Sister Act-Chor-Plagiat mit Thai-Nutten im Knast. Mannomann.

  5. Schließlich dafür, dass nicht einmal Hugh Grant diesem Film irgendwas geben kann außer einem völlig überzogenem Dummgrinsen und flachem Wortwitz. Ach ja, da musste ich immerhin einmal kurz schmunzeln bei dem Gedanken, dass der Vorzeige-Engländer ne Thai-Transe vernascht. Haha.

Wie gesagt, der Film ist es nicht wert. Andere Kritiker sehen es mal wieder anders, vielleicht idntifizieren sich Frauen jenseits der 80kg auch eher damit, ich weiß es nicht.

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