Blog von Marc Hinse, Webdesigner und Webentwickler aus Karlsruhe.

made my day.every day.

Movies: Kritik Madagascar

Dreamworks liefert diesen Sommer einen neuen Animationsfilm. Nach Filmen wie Ice Age, Shrek und Chicken Run kommt nun "Madagascar". Die Story ist schnell erklärt: Großstadtneurotische Zoo-Tiere haben die Schnauze voll vom tristen Zoo-Alltag und wollen zurück in die Wildnis... so steht es in den meisten Filmbeschreibungen, allerdings verhält sich das überraschend anders. Sooo schlecht geht es den Viechern im Central Park Zoo eigentlich gar nicht und nach Madagascar wollen Sie mit Sicherheit nicht.

madagascar_1_4_1.gifAlex der eitle Löwe, Marty das Party-Zebra, Gloria die eitle Nilpferddame und die Hypochonder-Giraffe Melman sind die offiziellen Protagonisten im Central Park Zoo von New York. Alex´ Tag ist eine einzige Show, bei der er seine Muskeln spielen lässt und seine Mähne vor hunderten von Zuschauern gekonnt in Position bringt. Auch Marty begeistert Groß und Klein mit allerlei Kunstückchen während Melman eher die Horizontale im Kernspinttomographen vorzieht. Nach der Show kommt die Maniküre und die fertig zubereiteten Steaks und Drinks. Also alles andere als der wahre, triste Zoo-Alltag. Dennoch ist es Marty, der von der Freiheit träumt bzw. vielmehr von etwas Abwechslung an seinem zehnten Geburtstag. Er erfährt von den Fluchtplänen der vier Pinguine, die sich in die Antarktis durchgraben wollen (die Pinguine sind imho die eigentlichen Helden des Films!). Da die anderen drei gar nichts davon halten, ihr gemachtes Nest zu verlassen, macht sich Marty alleine auf den Weg...

 *** SPOILER ***

madagascar_penguinposter_1.jpg Es kommt wie es kommen musste: Alle vier sowie die Pinguine und zwei Affen werden eingefangen und sollen nach Kenia in ein Reservat verschifft werden. Klappt natürlich auch nicht, da die vier Pinguine da mal gar keinen Bock drauf haben, schließlich wollen sie in die Antarktis. Beim Kaperversuch des Schiffes werden die vier Hauptakteure über Board gespült und landen letztlich in... genau, Madagascar. Während sich diese dort natürlich erstmal gar nicht auskennen und zurechtfinden ("Scheisse, das ist San Diego"), schippern die Pinguine - die 007/Commandos-mäßig das Schiff unter Kontrolle gebracht haben - Richtung Antarktis. Hier folgt dann auch meine erklärte Favoritenszene des Films. Diese geht zwar nur zehn Sekunden, aber Ihr werdet sehen was ich ich meine...

Die vier anderen treffen auf der Insel auf eine Horde Lemuren, die mit deutlich schwulem französischen Akzent die Insel befeiern, allerdings dauernd von anderen Viechern überfallen werden. Hier kann natürlich Alex helfen, der nach und nach seine wilde Herkunft nicht mehr verleugnen kann und überall nur noch Steaks sieht. Auch die Pinguine treffen (Gott sei Dank) nach ihrer Irrfahrt wieder ein. Also werden den Restteil des Films noch ein wenig die komischen Viecher berjagt und dann ist auch schon bald Ende.

*** SPOILER ***

madagascar_3_1.gif 

Der Film beginnt rasant, lässt kaum Zeit zum Luftholen. Die Darstellung der überheblichen, großstadtneurotischen Tiere gelingt vorzüglich, die Pinguine alleine sind das Geld wert (übrigens hervorragend synchronisiert von den fantastischen Vier). Auf der Insel hingegen nimmt das Ganze zwar etwas an Fahrt ab, allerdings sind die Seitenhiebe auf American Beauty, Cast Away und sogar Planet der Affen köstlich und überraschend. Ich muss heute noch lachen, wenn ich an die Pinguine denke. Einzig das abruppte Ende und der eindeutige Eindruck einer baldigen kassenträchtigen Fortsetzung trüben diesen Film, den ich sogar besser fand als Ice Age.

Ich gebe fünf von sechs Armlehnen. 

Dieser Artikel ist steinalt!

Dieser Beitrag wurde importiert und kann durchaus nicht mehr aktuell sein.

Nach oben