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Movies: Kritik Ocean`s Twelve

Gleich mal vorweg: Ich fand ihn gut! Andere Kritiken (bspw. Filmstarts.de) müssen natürlich wieder alles haarklein auseinandernehmen und bemängeln die mangelnde Einführung der einzelnen Charaktere ebenso wie das verworrene Drehbuch. Ersteres stimmt, aber warum soll ich in einem zweiten Teil alle Rollen nochmal erklären (dann wäre Herr der Ringe heute noch nicht abgedreht) und bei zweiterem frage ich mich, ob das Denken in Deutschland seit geraumer Zeit Urlaub macht, wenn schon mit ein paar Zeitsprüngen und überraschenden Wendungen dem Zuschauer zu viel zugemutet wird...

Zur Handlung möchte ich nicht viel Worte verlieren. Der beraubte Casino-Chef Benedict aus dem ersten Teil ist stinkig und bekommt einen Tipp, wo sich Oceans Männer aufhalten. Er will sein Geld inklusive Zinsen zurück und gibt eine Frist von zwei Wochen. Das moderne Rat Pack kommt also wieder zusammen und versucht, innert 2 Wochen die Kohle zusammenzuklauen. Soweit so einfach. Nach und nach wird klar, warum Benedict die Jungs nicht sofort umnietet, Rachegefühle sind ja nicht nur wegen der ausgespannten Tess (Julia R.), vielmehr wegen der verletzten Ehre genug vorhanden. Die zwei Wochen entwickeln sich zu einem Wettkampf zwischen Oceans Leuten und einem bis dato noch nicht eingeführten Charakter "Nachtfuchs" (sehr cool: Vincent Cassel), dazwischen steht eine Europol-Agentin (blass: Zeta-Jones), deren eigentliche Rolle erst nach und nach klar wird.

Es stimmt, der Film ist recht verworren, aber gerade diese sukzessive Erklärung der Zusammenhänge macht ihn spannend. Die Dialoge, vor allem zwischen Pitt und Clooney, machen einfach Spaß. Spannender Spaß - genau deshalb gehe ich ins Kino! Sicher, die Handlung ist unglaubwürdig, aber welche Handlung einer Gauner-Komödie ist das nicht?! Und wenn dann noch zufällig Bruce Willis vorbeischaut (geil wie immer), ist alles in Butter. Dann kann ich darüber hinwegsehen, dass ich Julia Roberts immer noch nicht leiden kann und Catherine Zeta-Jones immer noch für völlig überschätzt halte. Warum nimmt man für die nicht einfach Sophie Morceau, die sieht ähnlich aus und hat wenigstens Stil. Aber ich schweife ab...

Was übrig bleibt ist ein lustiger Film mit einigen überraschenden Wendungen, der sein Geld wert ist. Ein Brad Pitt und ein George Clooney, die, das muss auch ich als Kerl neidlos anerkennen, einfach gut aussehen und unglaublich cool daherkommen. Gastauftritte von Bruce Willis und dem tätowierten Schläger aus dem ersten Teil runden das ganze in meinen Augen ab. Okay, hilfreich ist es, den ersten Teil zu kennen, aber kein unbedingtes Muss.


Ich gebe fünf von sechs Armlehnen.




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